Title: Schadstoffe in Gebäuden: Was tun bei einer Sanierung?
Author: EBER GmbH
Published: 21. Juli 2026

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# Schadstoffe in Gebäuden: Was tun bei einer Sanierung?

 Veröffentlicht am 21. Juli 202621. Juli 2026 von [EBER GmbH](https://www.eber-abbruch.de/author/eber-gmbh/)

Wer ein älteres Gebäude saniert, stößt häufig auf Materialien, die heute als **gesundheitsgefährdend**
eingestuft sind und deren falsche Handhabung ernsthafte Folgen haben kann. Bei Schadstoffen
in Gebäuden gilt: Vor dem ersten Spatenstich muss Klarheit über vorhandene Belastungen
herrschen, damit Sanierung und Entsorgung **rechtssicher und gefahrlos** ablaufen
können. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Schadstoffe häufig vorkommen, wie
der Nachweis gelingt und welche Schritte von der Erstmaßnahme bis zur fachgerechten
Entsorgung nötig sind.

## Inhaltsverzeichnis

 1. [Das Wichtigste in Kürze](https://www.eber-abbruch.de/schadstoffe-in-gebaeuden-sanierung-tipps/?output_format=md#das-wichtigste-in-kuerze)
 2. [Versteckte Gefahr im Mauerwerk – welche Schadstoffe in Gebäuden vorkommen](https://www.eber-abbruch.de/schadstoffe-in-gebaeuden-sanierung-tipps/?output_format=md#versteckte-gefahr-im-mauerwerk-welche-schadstoffe-in-gebaeuden-vorkommen)
 3. [Wie lassen sich Schadstoffe zuverlässig nachweisen?](https://www.eber-abbruch.de/schadstoffe-in-gebaeuden-sanierung-tipps/?output_format=md#wie-lassen-sich-schadstoffe-zuverlaessig-nachweisen)
 4. [Von der Erstmaßnahme zur sicheren Entsorgung](https://www.eber-abbruch.de/schadstoffe-in-gebaeuden-sanierung-tipps/?output_format=md#von-der-erstmassnahme-zur-sicheren-entsorgung)
 5. [Kosten, Vorschriften und Förderungen](https://www.eber-abbruch.de/schadstoffe-in-gebaeuden-sanierung-tipps/?output_format=md#kosten-vorschriften-und-foerderungen)
 6. [FAQ](https://www.eber-abbruch.de/schadstoffe-in-gebaeuden-sanierung-tipps/?output_format=md#faq)
 7. [Jetzt handeln – Ihre nächsten Schritte zur schadstofffreien Sanierung](https://www.eber-abbruch.de/schadstoffe-in-gebaeuden-sanierung-tipps/?output_format=md#jetzt-handeln-ihre-naechsten-schritte-zur-schadstofffreien-sanierung)

![Personen in Schutzanzügen heben konzentriert graue Wellplatte vom Dach](https://
www.eber-abbruch.de/wp-content/uploads/sites/5852/2026/07/asbest-asbest-05.webp)

## Das Wichtigste in Kürze

 * Gebäude, die vor 1990 errichtet wurden, enthalten häufig Schadstoffe wie Asbest,
   PCB, Blei oder PAK.
 * Vor jeder Sanierung ist ein professionelles Schadstoffgutachten dringend empfohlen,
   um versteckte Belastungen zu identifizieren.
 * Schadstoffe entsorgen darf ausschließlich zertifiziertes Fachpersonal, Eigeninitiative
   ist rechtlich riskant und gesundheitsgefährdend.
 * Die Kosten für eine Schadstoffsanierung variieren stark je nach Art, Umfang und
   eingesetzten Materialien.
 * Staatliche Förderprogramme, u. a. von KfW und BAFA, können die finanzielle Belastung
   einer Schadstoffsanierung deutlich reduzieren.
 * Rechtliche Vorgaben wie die Gefahrstoffverordnung und die TRGS 519 verpflichten
   Bauherren zur Einhaltung klarer Standards.

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## Versteckte Gefahr im Mauerwerk – welche Schadstoffe in Gebäuden vorkommen

Schadstoffe in alten Häusern sind keine Seltenheit. Sie sind die Folge jahrzehntelanger
Baupraxis mit Materialien, die damals als unbedenklich galten. Asbest wurde **bis
1993 als Dämm- und Brandschutzmaterial** eingesetzt, PCB fand sich in **Fugenmassen
und Farbanstrichen**, Blei in **Leitungen und Lacken**, PAK (polyzyklische aromatische
Kohlenwasserstoffe) in** Teerpappe und Klebstoffen**. Besonders Gebäude aus den 
1950er- bis 1980er-Jahren sind häufig betroffen.

Typische Fundstellen sind Dämmstoffe hinter Verkleidungen, Bodenbelagskleber, Fassadenfarben,
Rohrisolierungen sowie Fenster- und Fassadendichtungen. Auch Zwischendecken und 
Brandschutzplatten können belastet sein. Schadstoffe in Gebäuden** zeigen sich oft
erst beim Rückbau**, weshalb eine vorherige Bestandsaufnahme so wichtig ist.

**Was ist ein Schadstoffkataster?**

Ein Schadstoffkataster ist eine **systematische Erfassung** aller schadstoffhaltigen
Materialien in einem Gebäude. Er dokumentiert Art, Menge, Lage und Zustand der Schadstoffe
auf Basis einer fachkundigen Vor-Ort-Begehung sowie Laboranalysen. Bei einer Sanierung
bildet der Schadstoffkataster die Grundlage für die Sanierungsplanung, die Ausschreibung
und die rechtssichere Entsorgung und schützt alle Beteiligten vor unerwarteten Risiken.

### Schadstoffe nach Gebäudebauteil – häufige Vorkommen im Überblick:

 * **Keller:** teerhaltige Abdichtungen (PAK), Asbestzementplatten, bleihaltige 
   Rohrleitungen
 * **Fassade:** Asbestfaserplatten, PCB-haltige Fugenmassen, bleihaltige Außenfarben
 * **Innenausbau:** Spachtelmassen mit Asbest, PAK-haltige Bodenkleber, PCB in Lacken
   und Versiegelungen
 * **Dach:** Asbestzement-Wellplatten, teerhaltige Dachpappen (PAK)
 * **Haustechnik:** blei- und asbestummantelte Rohrleitungen, KMF-haltige Rohrisolierungen

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## Wie lassen sich Schadstoffe zuverlässig nachweisen?

Ein professionelles Schadstoffgutachten beginnt mit der **systematischen Begehung**
durch einen zertifizierten Sachverständigen. Dabei werden verdächtige Materialien
visuell erfasst, Proben entnommen und im akkreditierten Labor analysiert. Das Ergebnis
ist ein **detaillierter Bericht** mit Bewertung der Gefährdungslage und Handlungsempfehlungen–
die Grundlage für jeden weiteren Sanierungsschritt.

Zu den gängigen Messmethoden zählen **Raumluftmessungen **(z. B. auf Asbestfasern
oder PCB-Dämpfe), **Materialprobenanalysen **per REM (Rasterelektronenmikroskopie)
sowie **chemische Analysen im Labor**. Die Aussagekraft hängt von der Qualität der
Probenahme und der Laborakkreditierung ab. Nur auf Basis valider Messergebnisse 
lässt sich eine rechtssichere und effektive Schadstoffsanierung planen.

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## Von der Erstmaßnahme zur sicheren Entsorgung

Wird bei Arbeiten ein Schadstoff entdeckt, sind **sofortige Maßnahmen erforderlich**:
Die betroffenen Bereiche müssen gesperrt, laufende Arbeiten gestoppt und das zuständige
Fachunternehmen informiert werden. Bei Asbest im Haus oder bei einer PCB-Belastung
im Gebäude darf der Bereich bis zur Freigabe durch die Fachkraft nicht betreten 
werden.

Die professionelle Entfernung erfolgt je nach Schadstoff unter **strengen Schutzmaßnahmen**:
Unterdruckzonen verhindern die Ausbreitung von Fasern oder Dämpfen, PSA (persönliche
Schutzausrüstung) schützt das Fachpersonal und speziell ausgerüstete Fahrzeuge transportieren
das kontaminierte Material zur **zugelassenen Entsorgungsanlage**. Asbest bei einer
Sanierung erfordert zwingend die Meldung an die zuständige Behörde sowie die Dokumentation
der Entsorgungsnachweise.

Typische Fehler bei Eigeninitiative, die rechtliche oder gesundheitliche Konsequenzen
nach sich ziehen können, sind:

 * eigenständiges Entfernen asbesthaltiger Platten ohne Fachbetrieb und behördliche
   Meldung
 * Verwenden von Hochdruckreinigern auf verdächtigen Oberflächen, was Fasern freisetzt
 * Entsorgung schadstoffhaltiger Materialien über den normalen Bauschuttcontainer
 * fehlendes oder unvollständiges Entsorgungsnachweisdokument bei der zuständigen
   Behörde

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## Kosten, Vorschriften und Förderungen

Die Kosten für eine Schadstoffsanierung hängen von der **Art des Schadstoffs**, 
dem **Sanierungsumfang **und dem **baulichen Zustand** ab. Gutachten kosten je nach
Gebäudegröße zwischen mehreren Hundert und einigen Tausend Euro. Die eigentliche
Sanierung, z. B. die Asbestsanierung oder PCB-Sanierung, kann je nach Umfang deutlich
höher ausfallen. Eine frühzeitige Kostenschätzung durch einen Fachbetrieb schafft
Planungssicherheit.

Rechtlich verpflichtend sind u. a. die **Gefahrstoffverordnung **(GefStoffV), die
TRGS 519 (Asbest) sowie die **TRGS 524** (Sanierung und Reparaturarbeiten mit Gefahrstoffen).
Bauherren tragen die Verantwortung für die sachgerechte Durchführung und Dokumentation.
Wer gegen diese Vorschriften verstößt, riskiert Bußgelder und Haftungsansprüche.

Für Förderungen kommen u. a. folgende Programme in Betracht: **KfW-Bundesförderung**
für effiziente Gebäude (BEG), **Förderprogramme der Länder **sowie **Mittel der 
BAFA**. Einige Bundesländer bieten zusätzliche Zuschüsse für die Schadstoffsanierung
im Rahmen von Altbausanierungen an. Eine Anfrage beim zuständigen Fördermittelberater
lohnt sich vor Sanierungsbeginn.

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## FAQ

Ist eine Schadstoffprüfung vor dem Kauf einer Altimmobilie Pflicht?

Eine gesetzliche Pflicht zur Schadstoffprüfung vor dem Kauf besteht nicht. Dennoch
ist sie **dringend empfehlenswert**: Entdeckte Schadstoffe nach dem Kauf gehen in
der Regel zu Lasten des Käufers – es sei denn, arglistige Täuschung durch den Verkäufer
lässt sich nachweisen.

Wer darf Asbest in Gebäuden entfernen?

Asbest darf ausschließlich von Fachbetrieben entfernt werden, die nach **TRGS 519
zertifiziert** sind. Eine behördliche Anzeige ist in den meisten Fällen Pflicht.
Privatpersonen ohne Zertifizierung dürfen keine asbesthaltigen Materialien eigenhändig
entfernen oder entsorgen.

Wie lange dauert eine Schadstoffsanierung in der Regel?

Die Dauer variiert erheblich – von wenigen Tagen bei kleinflächigen Befunden bis
zu mehreren Wochen bei großen Gebäudekomplexen. Maßgeblich sind **Art und Menge 
der Schadstoffe**, der **Aufwand **für Abdichtung, Entfernung und Entsorgung sowie
die behördliche Abnahme.

Können Bewohner während einer Sanierung im Gebäude bleiben?

Bei größeren Schadstoffsanierungen ist ein **vorübergehender Auszug** häufig unumgänglich.
Insbesondere bei Asbest- oder PCB-Arbeiten müssen betroffene Bereiche vollständig
gesperrt werden. Die endgültige Entscheidung trifft der beauftragte Fachbetrieb 
auf Grundlage der Gutachtenergebnisse.

Welche Förderprogramme gibt es speziell für schadstoffbelastete Altbauten?

Neben der KfW-Bundesförderung (BEG) bieten einige Bundesländer **eigene Fördertöpfe
für die Schadstoffsanierung** an. Zusätzlich kann die BAFA für energetische Sanierungen
im Zuge einer Gesamtmaßnahme Mittel bereitstellen. Eine individuelle Fördermittelberatung
klärt, welche Programme im konkreten Fall anwendbar sind.

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## Jetzt handeln – Ihre nächsten Schritte zur schadstofffreien Sanierung

 * **Schadstoffgutachten beauftragen**: Lassen Sie vor Sanierungsbeginn einen zertifizierten
   Sachverständigen eine systematische Bestandsaufnahme durchführen.
 * **Schadstoffkataster erstellen**: Nutzen Sie die Ergebnisse als Planungsgrundlage
   für Ausschreibung, Zeitplanung und Budgetkalkulation.
 * **Förderprogramme prüfen**: Informieren Sie sich vor Sanierungsbeginn über KfW-,
   BAFA- und Landesförderungen, um Kosten zu reduzieren.
 * **Zertifizierten Fachbetrieb hinzuziehen**: Beauftragen Sie ausschließlich Unternehmen
   mit nachgewiesener Qualifikation für die jeweilige Schadstoffart.
 * **Behördliche Meldepflichten einhalten**: Klären Sie im Vorfeld, welche Anzeige-
   und Dokumentationspflichten für Ihr Vorhaben gelten.

Wir bei der EBER GmbH begleiten Sie als erfahrenes [Abbruchunternehmen in Stuttgart](https://www.eber-abbruch.de/?output_format=md)
von der ersten Bestandsaufnahme bis zur fachgerechten Entsorgung. Als spezialisierter
Partner für die [Schadstoffsanierung in Baden-Württemberg](https://www.eber-abbruch.de/schadstoffsanierung-asbestsanierung/?output_format=md)
verfügen wir über die notwendigen Zertifizierungen, die Technik und das Fachwissen,
damit Ihr Bauprojekt sicher, rechtssicher und effizient abläuft.

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[Schadstoffbelastete Baumaterialien: Welche Alternativen gibt es heute?](https://www.eber-abbruch.de/schadstofffreie-baumaterialien-alternativen/)