Title: Schadstoffe nach Baujahr – was wann verbaut wurde
Published: 19. Januar 2022
Last modified: 28. Juli 2025

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# Schadstoffe nach Baujahr – was wann verbaut wurde

 Veröffentlicht am 19. Januar 202228. Juli 2025

Wenn Sie ein Haus sanieren wollen oder einschätzen möchten, ob und wie stark Ihr
Heim von **Schadstoffen** belastet ist, sollten Sie sich über die in der Vergangenheit
verwendeten Baustoffe auseinandersetzen. Die Anzahl solcher Stoffe, die giftig sind
oder sich zumindest belastend auf Ihre Familie und auf Sie auswirken können, ist
nicht zu unterschätzen. Neben Gefahrenstoffen wie Lindan und Asbest gibt es noch
weitere Schadstoffe, die Sie kennen sollten und die auch heute noch **in Altbauten**
häufig vorkommen. Wir von der EBER GmbH in Stuttgart beraten Sie gerne zur [Schadstoffsanierung](https://www.eber-abbruch.de/schadstoffsanierung-asbestsanierung/).

## Wie Sie erkennen können, ob Schadstoffe verwendet worden sind

Einen wichtigen Hinweis und einen ersten Anhaltspunkt, ob Schadstoffe verwendet 
worden sind, liefert Ihnen das **Baujahr** des jeweiligen Gebäudes. Ebenso aufschlussreich
sind die Zeiträume, in denen **Umbauten, Sanierungen und Einbauten** vorgenommen
worden sind. Schädliche, belastende und giftige Stoffe wie PAK, alte Mineralwolle
und Asbest wurden zu bestimmten Zeiträumen angewandt. Wenn Sie also das Baujahr 
kennen, können Sie Rückschlüsse auf Schadstoffe ziehen.Das Baujahr sowie die Daten
der An- und Umbauten Ihres Hauses können Sie beim **Bauamt Ihrer Gemeinde** einsehen.
Wenn Sie das Haus mieten, dann benötigen Sie die Zustimmung des Eigentümers oder
der Eigentümerin.

## Asbest – warum dieser Stoff schädlich für Sie ist und wann er eingesetzt wurde

**Asbest** wurde in den Jahren ab **1950 bis Mitte der 1990er-Jahre** eingesetzt.
In großem Umfang wurde in den 1970ern und in den 1980ern Asbest verbaut. Ab Anfang
der 1990er-Jahren wurde Asbest als Schadstoff erkannt und seltener genutzt. 

Zunächst wurde die Verwendung von Spitzasbest verboten, weil ein Zusammenhang mit**
Asbestose** und **Krebs** wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Bis 1993 wurden weitere
Verbote für fest und schwach gebundene Asbestarten erlassen. Bis 1995 war in Deutschland
die Nutzung von Druckrohrleitungen in Asbestzement legal. Jegliche Asbestprodukte
sind **seit 1995 nicht mehr zugelassen**.

Wenn Ihr Gebäude also in diesen Zeiträumen errichtet worden ist, sollten Sie die**
Bauakten prüfen**. Sehr oft sind in den Bauakten Beschreibungen und Planunterlagen
zu finden, aus denen Sie ersehen können, in welchen Bereichen Asbest verbaut wurde.
Sollte Sie Hinweise finden, zögern Sie nicht, uns für eine umfassende [Asbestsanierung](https://www.eber-abbruch.de/schadstoffsanierung-asbestsanierung/)
zu kontaktieren.

© Image’in – stock.adobe.com

## Das müssen Sie über PCB wissen

**PCB** (Polychlorierte Biphenyle) wurden **bis 1978** verwendet. Bei Gebäuden, 
die vor 1978 erbaut worden sind, findet man den Schadstoff in dauerelastischen Fugenmassen,
Deckenplatten und in Wand- und Deckenanstrichen. In Kleinkondensatoren und in Leuchtstofflampen
wurde der Stoff bis 1989 genutzt.

Regelmäßiger Kontakt mit PCB führt Milz-, Leber- und Nierenschäden herbei und beeinträchtigt
den Sexualhormonhaushalt. Der Symptomkomplex, der daraus entsteht, wird als **Ölkrankheit**,
Kanemi-Öl-Vergiftung oder Yushō-Krankheit bezeichnet. Wenn Sie unter folgenden Symptomen
leiden, sollten Sie umgehend einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren sowie Ihr 
Haus auf PCB untersuchen und gegebenenfalls entfernen:

 * Gelenkschmerzen
 * Kopfschmerzen
 * Haarausfall
 * Hautveränderungen
 * Müdigkeit
 * Nervenschäden

## PAK in Ihrem Haus – eine Bedrohung für Ihre Gesundheit

Aus der **Steinkohleverarbeitung** wurde das Material **PAK** (Polyzyklische Aromatische
Kohlenwasserstoffe) gewonnen. Bis in die 1970er-Jahre wurde dieser Schadstoff in
Dachpappen, Kapillarsperren und Außenwänden genutzt. PAK-Produkte wurden auch in
Parkettklebern verwendet. Bis in die 1990er-Jahre wurde PAK in einigen Stirnholzklebern
genutzt.

Sie sollten umgehend prüfen, ob Ihr Haus PAK enthält und sofort entfernen. Der Stoff
ist gefährlich und sollte in seiner schädigenden Wirkung nicht unterschätzt werden.
Der Kontakt kann krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend sein.

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